Themen: CH-Politik, Partei-Politik, Leben
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Die Stadt Zürich erwirbt in Seebach ein Grundstück mit zwölf Mehrfamilienhäusern, 64 Wohnungen und einer Gewerbefläche für 78 Millionen Franken. Die überwiegend drei- und vierzimmerigen Wohnungen sollen nach den städtischen Mindestbelegungen mindestens 156 Menschen beherbergen. Auf dem Areal könnte künftig doppelt so viel Wohnfläche entstehen. Der Kauf soll zum städtischen Drittelsziel beitragen, wonach bis 2050 ein Drittel aller Wohnungen gemeinnützig sein soll. Die FDP beanstandet vor allem den Preis, der rund 14,3 Millionen Franken über dem Schätzwert liegt. Sie kritisiert, dass die Stadt für ein Ausbaupotenzial zahle, dessen Umsetzung nicht gesichert sei, und verlangt, Käufe über dem Schätzwert künftig auszuweisen und zu begründen. Linke Parteien hatten zuvor kritisiert, dass die Stadt ihr Budget für Liegenschaftskäufe zu wenig ausschöpfe. Für 2026 sind 600 Millionen Franken vorgesehen, bis September wurden erst 20 Millionen ausgegeben. Das konkrete Grundstück bleibt bis zum Grundbucheintrag unbekannt.