Themen: Wirtschaft/Finanzen, Leben, Ungleichheit
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Die Immobilienpreise in der Schweiz sind seit Einführung des Wohnimmobilienpreisindexes Anfang 2017 um 40 Prozent gestiegen, während die Mietpreise laut Beitrag knapp 14 Prozent zulegten. Der Autor hält weder Bevölkerungswachstum noch fehlenden Wohnraum für die entscheidende Ursache: Bevölkerung und Wohnungsbestand seien in vergleichbarem Umfang gewachsen. Als zentralen Preistreiber nennt er anlagesuchendes Kapital, insbesondere von Pensionskassen, das wegen begrenzter Anlagealternativen in Immobilien fliesse. Die Vermögen der Pensionskassen seien 2023 um 54 Milliarden und 2024 um 84 Milliarden Franken gewachsen. Eine Einschränkung ausländischer Immobilieninvestitionen, wie sie eine Motion von Thomas Aeschi anstrebt, erfasse deshalb nur einen kleinen Teil des Problems. Vorgeschlagen werden Begrenzungen für Immobilienanlagen von Pensionskassen sowie eine Übertragung des Landwirtschaftsmodells auf Wohnzonen: Boden soll dem Markt teilweise entzogen werden. Als Möglichkeit nennt der Autor ein Vorkaufsrecht für eine finanzstarke öffentliche Institution wie die Nationalbank. Mietendeckel und zusätzliches Bauen genügten seiner Ansicht nach nicht.