Themen: CH-Politik, Partei-Politik
Regionen: Schweiz, Tessin
Caspar Baader, Präsident der SVP-Kommission für die Nachfolge von Bundesrat Guy Parmelin, hält einen zweiten Tessiner Sitz im Bundesrat neben Ignazio Cassis für möglich. Romandie und Tessin stellten zusammen etwas mehr als 30 Prozent der Schweizer Bevölkerung, was rechnerisch ungefähr zwei Sitzen entspreche, sagte Baader der Basellandschaftlichen Volksstimme. Einen verbindlichen Anspruch der Romandie auf den frei werdenden Sitz sieht er deshalb derzeit nicht. Zu den acht von kantonalen SVP-Sektionen vorgeschlagenen Namen zählt Marco Chiesa. Der Tessiner Ständerat gehört dem Ständerat seit 2019 an und präsidierte die SVP Schweiz von 2020 bis 2024. Die Kommission will nun Anhörungen durchführen und kann alle acht Bewerbenden für wählbar erklären, einzelne ausschliessen oder ein engeres Kandidatenfeld vorschlagen. Die SVP-Fraktion entscheidet am 20. November über das Ticket. Die Vereinigte Bundesversammlung wählt am 9. Dezember Parmelins Nachfolge; er tritt Ende Jahr nach elf Jahren im Bundesrat zurück.