Themen: CH-Politik, Partei-Politik, Leben
Regionen: Schweiz, Zentralschweiz
Tabea Estermann, 33-jährige GLP-Kandidatin für den Zuger Stadtrat, bewertet die laufende Legislatur mit der Note 4,8. Sie attestiert der Exekutive eine solide Finanzpolitik und Fortschritte bei Quartierstrassen, Begrünungen, Partizipation sowie beim Brüggli. Auch die Ortsplanungsrevision mit stärkerem Fokus auf Wohnraum sieht sie grundsätzlich positiv. Deutlich kritisiert Estermann dagegen den Umgang des Stadtrats mit der angenommenen 2000-Wohnungsinitiative. Die Initiative habe ein berechtigtes Anliegen aufgegriffen, dennoch habe die Exekutive keinen Gegenvorschlag vorgelegt. Nach der Annahme sei vor allem über die Linke und mögliche Folgen geklagt sowie nach Rechtsgutachten gesucht worden. Estermann fordert, Potenziale für Kompromisse auszuloten. Schweizer Initiativen würden häufig nicht wortgetreu umgesetzt, weil dies praktisch nicht sinnvoll oder möglich sei; eine gemeinsam erarbeitete Umsetzung müsse auch in Zug möglich sein. Bei einer Wahl wäre Estermann die erste GLP-Vertreterin in der Zuger Exekutive.