Themen: Umwelt
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Der Eschheimer Weiher bei Schaffhausen ist stark mit Phosphor belastet und weist zu wenig Sauerstoff auf. Das Interkantonale Labor vermutet einen sich selbst verstärkenden Kreislauf: Sauerstoffmangel setzt im Sediment gebundenen Phosphor frei, der die biologische Produktivität steigert und die Sauerstoffarmut verschärft. Gegenwärtige landwirtschaftliche Einflüsse wurden ausgeschlossen. Als mögliche historische Ursache gilt die Fütterung von Spiegelkarpfen, die der Naturschutzpionier Carl Stemmler nach der Entstehung des Weihers in den 1920er-Jahren angesiedelt hatte. Die Fische verschwanden vor der Unterschutzstellung 1971, doch die Nährstoffe könnten im Sediment geblieben sein. Der Weihergrund gilt heute faktisch als leblos; Frösche und Molche nutzen umliegende Tümpel. Für eine nachhaltige Sanierung müssten überschüssige Nährstoffe entfernt werden. Das Naturschutzamt will zuerst Folgen verschiedener Methoden, darunter einer Ausbaggerung, fachlich prüfen lassen.