Themen: Ukraine Krieg, Wirtschaft/Finanzen, Geopolitik
Regionen: International, Russland/Eurasien, Europa
Die Ukraine ist nach Darstellung des Beitrags für ihre Kriegsführung und grosse Teile ihrer zivilen Staatsausgaben stark von ausländischen Krediten und Budgethilfen abhängig. Für 2025 hätten Mittel aus dem Ausland 25 Prozent des ukrainischen BIP ausgemacht; direkt und indirekt benötige das Land etwa zehn Milliarden Euro monatlich. Seit dem Amtsantritt von Donald Trump sei die ausgewiesene US-Finanzhilfe eingebrochen, während europäische Staaten die Lücke bislang nicht vollständig schliessen könnten. Das Zusatzpaket der Europäischen Kommission von 3,3 Milliarden Euro reiche gemäss der Rechnung nicht einmal für zwei Wochen. Präsident Wolodymyr Selenskyj habe für 2027 trotz zugesagter Gelder einen Fehlbetrag von mindestens 32 Milliarden Euro genannt. Russland finanziere den Krieg laut Autor hingegen bisher ohne stark steigende Staatsverschuldung, Konsumeinbruch oder ausgeprägte Kriegswirtschaft. Die wachsenden Hilfsbedürfnisse der Ukraine belasteten europäische Haushalte und verstärkten innenpolitischen Druck in wichtigen Unterstützerstaaten.