Themen: Krieg&Frieden, Geopolitik
Regionen: International, Südamerika
Bei der Bombardierung eines Lagers der kolumbianischen Guerilla ELN im venezolanischen Bundesstaat Apure sind nach Angaben von Fundaredes und Bewohnern mindestens 19 Menschen getötet worden. Die Leichen wurden nach San Fernando, der Hauptstadt des Bundesstaates, gebracht. Der Angriff traf am 30. Oktober ein Lager bei Buena Vista del Meta nahe der kolumbianischen Grenze. Ein venezolanischer Militärvertreter erklärte anonym, Drohnen und Helikopter hätten im Morgengrauen Bomben auf das abgelegene Lager abgeworfen. Der Einsatz sei seit einem Monat geplant gewesen; die USA hätten Geheimdienstinformationen geliefert. Die meisten Getöteten seien Venezolaner gewesen, darunter eine Frau; zudem seien zwei Dominikaner identifiziert worden. Die venezolanischen Behörden reagierten zunächst nicht auf AFP-Anfragen. Entlang der 2219 Kilometer langen Grenze sind ELN sowie dissidente FARC-Gruppen aktiv und kämpfen um Einnahmen aus Drogenhandel und illegalem Bergbau. Seit August führt Kolumbiens neuer Präsident Abelardo De la Espriella mit US-Unterstützung eine verstärkte Offensive gegen bewaffnete Gruppen.