Themen: KI/Digital, CH-Politik, Gesundheit
Regionen: Schweiz, Romandie
Ein überparteiliches Komitee hat ein Referendum gegen die Einführung der US-Software Epic für elektronische Patientendossiers im CHUV und elf weiteren Waadtländer Spitälern lanciert. Bis zum 5. Dezember müssen die Referendumsbefürworter 12'000 Unterschriften sammeln. Der Waadtländer Grosse Rat hatte den Entscheid für Epic Ende September nach mehrwöchigen Debatten und trotz bereits angekündigtem Referendum gutgeheissen. Kritikerinnen und Kritiker befürchten eine finanzielle und technologische Abhängigkeit von einem amerikanischen Unternehmen und verweisen auf die digitale Souveränität. Sie halten bei medizinischen Daten konkrete, transparente und überprüfbare Garantien für nötig. Zudem beanstanden sie, dass bei einem vom Parlament bewilligten Kredit von 207 Millionen keine lokale Lösung geprüft worden sei. Das Komitee stellt den Modernisierungsbedarf nicht infrage, verlangt aber eine Volksabstimmung über diese strategische Wahl. Ihm gehören auch die Grossräte Yann Glayre, Vincent Keller und Graziella Schaller an.