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Unispital Zürich: Der Urologe als Sündenbock

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Unispital Zürich: Der Urologe als Sündenbock

Themen: Gesundheit, CH-Politik, Innen-Politik

Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur

Daniel Eberli, Leiter der Urologie am Universitätsspital Zürich, verlässt das Spital nach fast zwei Jahren interner Untersuchungen. Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli hatte seinen Rücktritt öffentlich gefordert. Ausgangspunkt waren Vorwürfe um die Zulassung eines Oberarztes zur Fachprüfung; die Fachgesellschaft passte ihre Richtlinien später für stark spezialisierte Ärztinnen und Ärzte an. Eine weitere Untersuchung prüfte unter anderem Leistungsabrechnungen, Operationsdokumentationen und Sponsorgelder. Gemäss den eingesehenen Berichten waren die Abrechnungen korrekt, die operierenden Ärztinnen und Ärzte faktisch qualifiziert. Hinweise auf medizinische Qualitätsmängel, gefährdete Patientensicherheit, persönliche Bereicherung, Interessenkonflikte oder Straftaten fanden sich nicht. Beanstandet wurden organisatorische, dokumentationsbezogene und Compliance-Pflichtverletzungen, darunter ein Personalessen, das mit Restgeldern von Sponsoren finanziert worden war. Das USZ bestätigt Mängel bei Kontroll- und Dokumentationsprozessen, verneint aber Beeinträchtigungen der Behandlungsqualität. Kritiker wie Mitte-Kantonsrat Josef Widler sprechen von einem Exempel am falschen Arzt.

www.woz.ch

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