Themen: CH-Politik, Leben, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Zürich stimmt am 27. September über zwei Hochhausvorlagen ab. Weder die Variante des Stadtrats noch jene des Gemeinderats erhöht die Ausnützungsziffer; damit entsteht nach Einschätzung der Stadtforscherin Sibylle Wälty nicht mehr Wohnraum. Der Stadtrat will Hochhausgebiete im bisherigen Umfang beibehalten, während der Gemeinderat rund die Hälfte streichen und Hochhäuser vor allem nahe Gleisen sowie in Zürich Nord erlauben will. Er fordert ab 40 Metern öffentliche Erdgeschossnutzungen und für sämtliche Hochhäuser Konkurrenzverfahren. Beide Modelle verschärfen die Anforderungen mit zunehmender Gebäudehöhe. Kritiker warnen, Ersatzneubauten könnten bestehende Mieterschaften verdrängen. Hohe Baukosten, etwa wegen Planung und Brandschutzauflagen ab 30 Metern, würden zu teuren Wohnungen führen. Der Mieter:innenverband Zürich befürchtet eine Verschärfung der Wohnkrise und empfiehlt die Gemeinderatsvariante. Befürworter verweisen auf architektonische Wirkung, Freiräume sowie Grün- und Begegnungsflächen.