Themen: Kultur, CH-Politik
Regionen: Schweiz, Ostschweiz
Die IG Kultur Ost warnt vor den Folgen geplanter Kulturkürzungen im Kanton St. Gallen. Tiefere Honorare und Gagen würden die bereits prekäre Einkommenslage von Kulturschaffenden verschärfen. Zugleich betont die Interessenvertretung den wirtschaftlichen Nutzen der Kultur für Gastronomie, Tourismus und Gewerbe und regt eine St. Galler Wertschöpfungsstudie an. Umstritten ist auch, dass der Kanton zunehmend kulturpolitische Aufgaben über den langfristig unsicheren Lotteriefonds finanziert. Dessen Mehrbelastung soll die Kürzungen im «EP 2026 plus» abfedern: Andernfalls müssten Institutionen ab 2028 auf 29 statt 14,5 Prozent der kantonalen Mittel verzichten. Bei einem neuen Lotteriefondsgesetz soll der Sport mehr und die Kultur weniger erhalten. Die FDP verspricht, die Kulturgelder mindestens auf dem heutigen Niveau zu halten. Auch unter bürgerlichen Kantonsratsmitgliedern gibt es offenbar Unzufriedenheit mit den Abbaumassnahmen der Regierung.