Themen: Kultur, CH-Politik, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Das Zürcher Stimmvolk entscheidet am 27. September über weitere 7,3 Millionen Franken für das Kunsthaus Zürich, das gestiegene Betriebs- und Unterhaltskosten geltend macht. Kritik richtet sich nun gegen die Nutzung der Villa Tobler an der Winkelwiese. In der denkmalpflegerisch renovierten Jugendstilvilla befinden sich 50 der gut 130 Arbeitsplätze des Kunsthauses. Die Stadt überliess das Gebäude der Stiftung Zürcher Kunsthaus 1996 im Baurecht für knapp 2000 Franken monatlich; der Vertrag läuft bis 2096. Das Kunsthaus entrichtet für die Nutzung nach Darstellung des Berichts keine Miete. Gleichzeitig vermarktet es die Bel Étage der Villa als Veranstaltungsort für Bankette, Empfänge, Jubiläen und Hochzeiten zu 6000 Franken pro Tag. Einen Umzug der Verwaltung an den Heimplatz schliesst das Kunsthaus aus, weil dort sämtliche Flächen belegt seien und der Baurechtsvertrag nicht einseitig kündbar sei.