Themen: Innen-Politik
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Der Kanton Zürich baut zwei neue Rettungstruppen des Zivilschutzes für Einsätze nach Erdbeben auf. Jede Einheit soll aus rund 30 Zivilschützerinnen und Zivilschützern bestehen, die speziell für die Suche und Bergung in Trümmern ausgebildet werden. Bis 2028 investiert der Kanton dafür rund drei Millionen Franken in Fahrzeuge, Suchgeräte und weiteres Material. Die Teams sollen schwer zugängliche Schadensgebiete erreichen, verschüttete Menschen oder Tiere orten, Trümmer öffnen und Eingeschlossene befreien können. Zuständig für den Aufbau ist das Amt für Militär und Zivilschutz der kantonalen Sicherheitsdirektion. Ein starkes Erdbeben gilt in der Schweiz zwar nicht als alltäglich, könnte aber gravierende Folgen haben: Die ETH rechnet schweizweit mit bis zu 1600 Todesopfern und Schäden in Milliardenhöhe. Besonders in dicht bebauten städtischen Gebieten könnten eingestürzte oder beschädigte Gebäude eine unmittelbare Gefahr darstellen. Sicherheitsdirektor Mario Fehr hebt die schnelle Trümmerrettung als zentralen Bestandteil des Bevölkerungsschutzes hervor.