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We're still farming fur for what?

European Correspondent
We're still farming fur for what?

Themen: Umwelt, Wirtschaft/Finanzen, Ukraine Krieg

Regionen: International, Russland/Eurasien, Europa

Die EU hat im Juli eine Ausnahme für Einfuhren russischer Zobelfelle zugelassen, obwohl sie im April gegerbte Pelze aus Russland mit Sanktionen belegt hatte. Die Ausnahme erfolgt während die Kommission über ein vollständiges Verbot von Pelzfarmen berät. Griechenland und Italien, deren Unternehmen weiterhin zu den wichtigsten ausländischen Käufern russischer Pelze zählen, sollen für die Herausnahme der Zobelfelle aus der Sanktionsliste lobbyiert haben. Die Branche ist laut Tierschutzorganisationen stark geschrumpft: Die Zahl der EU-Pelzfarmen sei über zehn Jahre um 73 Prozent, die Produktion um 86 Prozent gesunken. Zugleich verursache sie ökologische und gesundheitliche Kosten. Über 1,5 Millionen Menschen unterstützten die Initiative «Fur Free Europe». Pelztierhaltung ist bereits in 24 europäischen Ländern verboten. Ein interner Entwurf der Kommission deutet jedoch darauf hin, dass statt eines Verbots Mindeststandards für die Haltung von Nerzen, Füchsen, Marderhunden und Chinchillas bis Ende 2027 vorgesehen sein könnten.

European Correspondent

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