Themen: CH-Politik, Leben, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Bern/Freiburg
Die Wohnbaugenossenschaft Sonnenrain in Ostermundigen muss mit höheren Mieten rechnen, weil der Bund den Baurechtszins für das Land ihrer 19 Wohnungen erhöhen will. Die Siedlung wurde 1975 im Baurecht zu Vorzugskonditionen errichtet, vor allem für Bundesangestellte. Wie stark sich die Anpassung auf die Mieten auswirkt, ist noch offen; sie dürften laut Genossenschaft weiterhin unter dem Marktpreis liegen. Der Bund kann Baurechtszinsen alle 30 Jahre an Bodenpreise und Zinssätze anpassen. In Zug soll eine solche Erhöhung für eine Genossenschaft schrittweise bis auf das Fünffache steigen. Für Wohnbauförderung ist das Bundesamt für Wohnungswesen zuständig, während das Bundesamt für Bauten und Logistik Bundesgrundstücke verwaltet und keine Vergünstigungen gewähren darf. Der Bund gibt heute kaum noch Bauland im Baurecht ab und verkauft es grundsätzlich zu Marktpreisen. Sonnenrain sieht ihr Wachstum dadurch erschwert, unterhält ihre bestehende Siedlung aber weiter mit Sanierungen, Photovoltaik und geplantem Fernwärmeanschluss.