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Wendepunkt Bildung: Reflexion als langjähriger Bildungsdirektor

Sichtweisen Schweiz
Wendepunkt Bildung: Reflexion als langjähriger Bildungsdirektor

Themen: Bildung, CH-Politik

Regionen: Schweiz, Zentralschweiz

Res Schmid, seit 2010 Bildungsdirektor des Kantons Nidwalden, fasst für die Gruppe Wendepunkt Bildung sechs Handlungspunkte zusammen. Er diagnostiziert Reformstau, sinkende Leistungen sowie eine Überforderung von Lehrpersonen und Lernenden. Politik, Verwaltung und Pädagogische Hochschulen müssten eine selbstkritische Standortbestimmung vornehmen. Das heutige integrative Schulmodell sei gescheitert und müsse markant zurückgeführt werden. Schmid verlangt temporäre Förder- und Sonderklassen und steht selbstorganisiertem Lernen kritisch gegenüber, weil davon vor allem starke Lernende profitierten. Altersdurchmischtes Lernen solle möglichst vermieden werden. Die Volksschule müsse Lesen, Schreiben und Rechnen wieder ins Zentrum stellen, klare Leistungserwartungen formulieren und Benotung sichern; Schreiben nach Gehör solle abgeschafft werden. Schmid kritisiert zudem zwei Fremdsprachen auf Primarstufe als Überforderung und plädiert für eine Priorisierung der Landessprachen sowie Integrationsklassen für nicht deutschsprachige Kinder bis zum Niveau A2. Pädagogische Hochschulen sollen Ausbildung und Strategie überprüfen, Lehrpersonen stärker praxisnah ausbilden und Schulleitungen zur Entlastung einsetzen.

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