Themen: Kultur, Gesellschaft, Ukraine Krieg
Regionen: Schweiz, Ostschweiz, International, Russland/Eurasien
Eine aus der Ukraine geflüchtete Autorin beschreibt ihre Irritation über die Bilder, die sie nach ihrer Ankunft in Schweizer Kollektivunterkünften sah. Diese entsprächen nicht der Vielfalt der Menschen in der Ukraine, darunter Schriftstellerinnen, Ärztinnen, Programmierer:innen, Ingenieur:innen und Journalist:innen, von denen viele seit dem russischen Überfall freiwillig zur Verteidigung ihres Landes beitragen. Sie warnt davor, Erfahrungen aus abgelegenen Dörfern im Osten auf das ganze grosse und vielfältige Land zu übertragen. Zugleich schildert sie, wie sich in St.Gallen eine ukrainische Diaspora gebildet hat. Menschen aus unterschiedlichen Regionen, die sich zuvor nicht kannten, organisieren etwa Wareniki-Stände für Festivals. In wenigen Jahren entstanden schweizweit ukrainische Filmvorführungen, Konzerte, Cafés und Buchhandlungen. Bereits länger ansässige Ukrainer:innen helfen bei Veranstaltungen, Schweizer Bekannte unterstützen medizinisches Personal in der Ukraine mit Fahrzeugen. Für die Autorin macht dieses gegenseitige Engagement St.Gallen zur neuen Heimat.