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Wie das Elsass die Stadt Basel reich gemacht hat

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Wie das Elsass die Stadt Basel reich gemacht hat

Themen: Wirtschaft/Finanzen, Kultur

Regionen: Schweiz, Basel/NWCH, International, Europa

Die Geschichte des Basler Chemie-Reichtums beginnt laut Darstellung im elsässischen Thurtal. Dort nutzten Unternehmer aus dem protestantischen Mülhausen nach der Französischen Revolution Wasserläufe und günstige Arbeitskräfte für eine stark wachsende Textilindustrie. Stoffe wurden zunächst mit Naturfarben bedruckt und gefärbt. Nach William Henry Perkins Entdeckung eines synthetischen violetten Anilinfarbstoffs 1856 standen die Elsässer Produzenten vor Patentproblemen, da sie die neuen Teerfarben nicht selbst herstellen konnten. Ihre Kontakte zu Basler Seidenfabrikanten wurden deshalb wichtig: Die Schweiz unterstand dem englischen Patentrecht nicht, sodass sich die chemische Farbproduktion in Basel entwickelte. Die Eisenbahnverbindung von Strassburg nach Basel, deren Elsässerbahn 1845 die Stadt erreichte, erleichterte den Austausch. Über Firmen wie Ciba, Geigy und Sandoz führte diese Entwicklung später zu grossen Basler Chemiekonzernen. Der Parc de Wesserling bewahrt die industrielle und textile Geschichte des Thurtals mit Museum, historischen Werkstätten und Gartenanlagen.

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