Prometheus: Der unabhängige Medienspiegel der Schweiz

Seite wird geladen …

Zum Inhalt springen
Zurück zur Übersicht

«Wo sonst ist Arbeiten in Badehosen möglich?»

Hauptstadt
«Wo sonst ist Arbeiten in Badehosen möglich?»

Themen: Leben

Regionen: Schweiz, Bern/Freiburg

Michel Trüssel, 39, arbeitet seit 2018 als Fährimensch beim Zehendermätteli und setzt Menschen über die Aare nach Bremgarten und zurück. Zuvor war er im Multimedia-Support tätig, kündigte jedoch seine sichere und gut bezahlte Stelle beim Kanton, weil ihn die Arbeit langweilte. Nach der Fähri-Prüfung fand er in der saisonalen Arbeit von April bis Oktober seine Berufung. Er schätzt die Natur, die Nähe zur Stadt und die Möglichkeit, draussen bei jedem Wetter zu arbeiten; gelegentlich übernachtet er sogar im Zehendermätteli. Der vermeintlich gemütliche Beruf verlangt jedoch viel Ausdauer: Im Sommer dauern Schichten oft von 10 bis 22 Uhr, an schönen Wochenenden bleiben kaum Pausen. Bei Niedrigwasser muss Trüssel die Fähre mit einem Stachel vorantreiben, was körperlich belastend ist. Pro Schicht befördert er etwa 500 Personen und fährt je nach Tag 50 bis 70 Mal. Besonders fordernd findet er die vielen wiederkehrenden Smalltalks während der kurzen Überfahrten.

Hauptstadt

Zum Originalartikel