Themen: CH-Politik, Bildung, Leben
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Fünf Zürcher Kantonsrätinnen von AL, SP, Grünen, Mitte und GLP fordern mit einem Postulat mehr bezahlbaren Wohnraum für Menschen in Ausbildung. Leandra Columberg, Nadja Wirth, Tina Deplazes, Gianna Berger und Viviane Kägi verlangen vom Regierungsrat, bestehende Massnahmen offenzulegen und zusätzliche Möglichkeiten zu prüfen. Als Ansatz nennen sie insbesondere die Um- und Zwischennutzung kantonaler Liegenschaften. Auch Wohnangebote ausserhalb der Stadt Zürich sowie Vergünstigungen im öffentlichen Verkehr sollen berücksichtigt werden. Die Politikerinnen sehen im Wohnraummangel neben einem sozialen auch ein wirtschaftliches Problem: Er erschwere den Bildungszugang und könne die Attraktivität des Standorts langfristig beeinträchtigen. Das Jugendwohnnetz JUWO und die studentische Wohngenossenschaft WOKO seien bereits stark belastet. Eine kantonale Untersuchung hatte zuvor festgestellt, dass junge Erwachsene später aus dem Elternhaus ausziehen, weil sie sich während der Ausbildung oft keine eigene Wohnung leisten können. Die Forderung richtet sich daher auf befristete und unterschiedliche Wohnformen zusätzlich zu den bestehenden Angeboten.