Themen: CH-Politik, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Küsnacht rechnet für das laufende Jahr mit einem Überschuss von 9,5 Millionen Franken statt des budgetierten Defizits von knapp 3,5 Millionen. Fast die Hälfte der Verbesserung geht auf höhere Grundstückgewinnsteuern zurück: Erwartet werden 33 statt 27 Millionen Franken. Zugleich dürften laut Finanzplanung nur rund 18 Millionen Franken investiert werden, 8,5 Millionen weniger als vorgesehen. Als Gründe werden unter anderem ambitionierte Budgets, Projektverzögerungen und Rechtsstreitigkeiten genannt. Trotz der verbesserten Ausgangslage für das Budget 2027 betont der freisinnig dominierte Gemeinderat Risiken und will den Steuerfuss bei 73 Prozent belassen. Auch die Rechnungsprüfungskommission unterstützt dies. Die Finanzpolitik der Gemeinde wird als systematisch übervorsichtig kritisiert; Überschüsse könnten neue Projekte begünstigen und Sparmassnahmen verzögern. An der Gemeindeversammlung könnte es zur Auseinandersetzung über den Steuerfuss kommen. Politisch für die Finanzen zuständig ist Pia Guggenbühl.