Themen: Gleichstellung, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: International, Europa
Die EU-Richtlinie von 2022 verlangt bis Juni 2026 mindestens 40 Prozent Frauen unter nicht geschäftsführenden Verwaltungsräten oder 33 Prozent unter den Direktorinnen und Direktoren grosser kotierter Unternehmen. Beim zweiten Ziel liegt die EU im Plan, bei Verwaltungsräten betrug der Durchschnitt im Oktober 2025 jedoch erst 33,6 Prozent. Frankreich, Italien und die Niederlande erreichten bereits 40 Prozent; alle drei Länder verfügen über verbindliche Quoten und Sanktionen. Belgien und Deutschland liegen knapp dahinter. Sieben Mitgliedstaaten, darunter Ungarn und Zypern mit je rund 11 Prozent Frauen in Verwaltungsräten, haben die Vorgaben noch nicht ins nationale Recht übernommen. Die Kommission verschickte im April rechtliche Verwarnungen. Trotz Fortschritten bleiben Spitzenfunktionen männlich dominiert: Nur etwa jede zehnte Person an der Spitze eines Verwaltungsrats und weniger als zehn Prozent der CEOs sind Frauen. Frankreich plant daher Ziele für das obere Management von 30 Prozent bis 2027 und 40 Prozent bis 2030.