Themen: CH-Politik, Wirtschaft/Finanzen, Ungleichheit
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Für die Finanzierung der 13. AHV-Rente werden Einnahmen von bis zu fünf Milliarden Franken jährlich veranschlagt. Zur Debatte stehen höhere Lohnabzüge und Mehrwertsteuer. Als Alternativen werden eine Mikrosteuer von 0,05 Prozent auf Derivattransaktionen, eine Steuer auf Kapitalgewinnen nach österreichischem Vorbild sowie eine 20-prozentige Erhöhung der Bundessteuer vorgeschlagen. Infosperber fragte mehrere Mitglieder von National- und Ständerat nach diesen Optionen. Mitte-Ständerat Erich Ettlin, Mitte-Nationalrat Thomas Rechsteiner und SVP-Nationalrätin Diana Gutjahr antworteten, während die angefragten SP-Exponenten Pierre-Yves Maillard, Flavia Wasserfallen und Samira Marti sowie Grünen-Ständerätin Maya Graf keine Antwort gaben. Ettlin und Rechsteiner begründeten ihre Ablehnung mit unsicheren Einnahmen, bestehenden Vermögenssteuern und einer zusätzlichen Belastung von Unternehmen. Gutjahr lehnt neue oder höhere Steuern grundsätzlich ab und fordert ein höheres Rentenalter. Die Kapitalgewinne bleiben in der Schweiz weitgehend unbesteuert.