Themen: Kultur/Feuilleton
Regionen: Schweiz, Romandie
«Chrüsimüsi» bringt an der Comédie de Genève die sinnlichen Mikrokosmen der Basler Schriftstellerin und Malerin Adelheid Duvanel auf die Bühne. Duvanel, die von 1936 bis 1996 lebte, litt unter den mystischen Obsessionen ihres Vaters und kämpfte zeitweise mit psychischer Krankheit. Eléonore Bonah und Maria Clara Castioni verantworten gemeinsam Inszenierung und Bühnenbild. In der kleinen Spielstätte verharren zwei junge Frauen und ein junger Mann in einem Raum zwischen Küche und Garderobe. Zur Atmosphäre trägt Rudy Decelières Tonspur bei, die Stadtlärm und Vogelgezwitscher verbindet. Die Inszenierung lässt eine Stimmung des Wartens und der ausbleibenden Erfüllung entstehen. «Chrüsimüsi» bedeutet auf Schweizerdeutsch ein Durcheinander oder kleines Chaos. Das Stück ist bis zum 8. November zu sehen.