Themen: CH-Politik, Partei-Politik, Umwelt
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Die Volksinitiative «Für eine sichere Ernährung» von Franziska Herren ist in den Schlussabstimmungen vom 20. März im National- und Ständerat ohne eine einzige Ja-Stimme oder Enthaltung gescheitert. Im Nationalrat stimmten 194 Mitglieder dagegen, im Ständerat 44. Auch mehrere Umwelt- und Tierschutzorganisationen, die sich früher an der Unterschriftensammlung beteiligt hatten, zogen ihre Unterstützung zurück. Die Grünen beschlossen lediglich Stimmfreigabe. Die Initiative fordert einen Selbstversorgungsgrad von mindestens 70 Prozent statt heute leicht über 40 Prozent. Zudem verlangt sie weniger Belastung von Böden und Gewässern, den Schutz von Bodenfruchtbarkeit und Biodiversität sowie einen Umbau der nationalen und kantonalen Landwirtschaftssubventionen. Umstritten ist besonders die Forderung nach Massnahmen zugunsten einer stärker pflanzenbasierten Ernährung und Landwirtschaft. Gegner, darunter der Schweizer Bauernverband, bezeichnen dies als «Vegan-Zwang». Bei der Trinkwasser-Initiative 2021 hatten SP, Grüne, GLP, EVP sowie Umwelt- und Konsumentenorganisationen Herren noch unterstützt.