Themen: Innen-Politik, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Tessin, International, Europa
In den italienischen Ermittlungen zur mutmasslichen «Banca occulta» von Pero erscheint eine inzwischen konkursite Firma aus Arzo. Sie soll einem 65-Jährigen zuzurechnen sein, den die Fedpol im Vorjahr wegen einer anderen, mit der ’Ndrangheta verbundenen Untersuchung festgenommen hatte. Gemäss einer Anordnung des Mailänder Ermittlungsrichters erhielt die Firma 2022 zwei Überweisungen über 30’000 und 350’000 Euro von italienischen Gesellschaften, die einem chinesischen Staatsangehörigen zugerechnet werden und als mutmassliche Briefkastenfirmen gelten. Die Ermittler vermuten fingierte Rechnungen und Weiterleitungen an ausländische Gesellschaften ohne entsprechende wirtschaftliche Tätigkeit. Im Verfahren um die «Banca occulta» wurde zudem ein 62-jähriger italienischer Staatsbürger in Lugano festgenommen und am 26. Oktober an Italien übergeben. Er sitzt in Voghera in Haft und soll illegale Erträge in Kryptowährungen umgewandelt haben. Der Mann lebte seit 2022 im Kanton St. Gallen.