Themen: Innen-Politik, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Zentralschweiz
Das Luzerner Kriminalgericht hat eine heute 24-jährige Frau wegen Entführung und Hausfriedensbruchs zu zweieinhalb Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Sechs Monate muss sie unbedingt verbüssen, zwei Jahre wurden bei einer Probezeit von vier Jahren bedingt ausgesprochen. 57 Tage Untersuchungshaft werden angerechnet; zudem fallen knapp 60'000 Franken Verfahrenskosten an. Die Verteidigung hat Berufung angemeldet und verlangte zuvor beim Hausfriedensbruch einen Freispruch sowie für die Entführung eine bedingte Strafe von zwei Jahren. Sie verwies auf starken Druck durch den damaligen Ehemann und dessen Familie, ein Kind zu bekommen, sowie auf Drohungen und Gewalt. In der Nacht zum 11. Dezember 2022 hatte die Frau im Luzerner Kantonsspital Arbeitskleidung getragen und sich als Pflegefachfrau ausgegeben. Sie nahm ein drei Tage altes Baby aus einem Familienzimmer im Kinderwagen mit. Die Polizei nahm sie später an ihrem Wohnort fest. Das unverletzte Kind kehrte zu seinen Eltern zurück.