Themen: Innen-Politik, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Zentralschweiz
Der Zuger Kindes- und Erwachsenenschutz soll sein Mandatszentrum nach einer 53-seitigen Betriebs- und Organisationsanalyse von PWC umbauen. Innendirektor Andreas Hostettler sagt, die Befunde seien nach einem ersten Bericht vom Februar nicht völlig überraschend. Für die hohe Fluktuation gebe es keine einzelne Ursache, sondern ein Zusammenspiel aus anhaltend hoher Arbeitslast, emotional anspruchsvollen Fällen, belastenden Prozessen und der Gesamtsituation der Organisation. Die Direktion des Innern hat einen Massnahmenplan mit sechs Prioritätsstufen erstellt. Noch 2026 sollen Rollen im Mandatszentrum präzisiert sowie Abwesenheiten und Stellvertretungen verbindlich geregelt werden. Im ersten Quartal 2027 sollen Führungs- und Managementaufgaben gebündelt, Teamleitungen gestärkt, Prozessbeschreibungen und Leistungskonzepte aktualisiert und Unterlagen bereinigt werden. Langfristig soll auch das Tandem-Modell von Berufsbeiständen und Administration standardisiert werden. Hostettler räumt ein, dass Veränderungen weitere Abgänge auslösen könnten, hält sie aber für notwendig. Ein Kommunikationskonzept soll über Fortschritte proaktiv informieren, nicht bloss das Image verbessern.