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Berna congela fondi a Medici senza frontiere

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Berna congela fondi a Medici senza frontiere

Themen: CH-Politik, Gleichstellung

Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt, International, Afrika

Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit des EDA hält die letzte Tranche von 1,25 Millionen Franken des Grundbeitrags 2026 für Médecins Sans Frontières zurück. Laut EDA meldete die Organisation Vorwürfe sexueller Ausbeutung im Zusammenhang mit einem Projekt in einem Flüchtlingslager im Osten des Tschad nicht vollständig und rechtzeitig. Ein interner Bericht von Médecins Sans Frontières soll 59 Meldungen über Fehlverhalten dokumentiert und zur Entlassung von 18 Mitarbeitenden geführt haben. Betroffen waren Frauen und Mädchen, denen Mitarbeitende laut Bericht Geld, Arbeit oder Hilfe gegen sexuelle Kontakte angeboten haben sollen. Die Organisation informierte die DEZA im November 2024 zunächst über drei Anzeigen; 2025 galt der Fall dort als abgeschlossen. Sein Umfang wurde nach einer Recherche der Associated Press im Juni 2026 bekannt. Médecins Sans Frontières räumte später ein, bestätigte Fälle und Entlassungen nicht proaktiv und fristgerecht gemeldet zu haben. Das EDA prüft den Vorgang, behält sich weitere Massnahmen vor und will die Verträge mit Partnerorganisationen bis 2027 überarbeiten.

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