Themen: Technologie, Gesellschaft
Regionen: International, Europa
Nach dem Zusammenstoss eines Renfe-Hochgeschwindigkeitszugs mit einem stehenden Zug des privaten Betreibers Iryo in Kastilien-La Mancha hat Spanien drei Tage Staatstrauer angeordnet. Nach Angaben des Regionalpräsidenten Emiliano García-Page kamen 68 Menschen ums Leben. Die Behörden meldeten 108 Verletzte, darunter 58 Hospitalisierte. Der Unfall ereignete sich am Mittwochmorgen, nachdem ein Signalisierungssystem ausgefallen war und zunächst sechs Züge in der Region automatisch angehalten hatte. Wenige Minuten später ordnete die Kontrollzentrale laut Verkehrsminister Óscar Puente dem Renfe-Zug die Weiterfahrt an. Der Zug legte danach in einer Viertelstunde 25 Kilometer zurück und prallte auf gerader Strecke auf den Iryo-Zug; die Geschwindigkeit ist noch unbekannt. Puente bezeichnete die Anweisung als fehlerhaft und nicht nachvollziehbar. Die Untersuchung läuft, während die sozialistische Regierung wegen ihrer Bahnpolitik unter Druck steht. Einsatzkräfte suchten in den Trümmern nach weiteren Opfern; Behörden richteten Stellen für DNA-Proben und Blutspenden ein.