Themen: Demokratie, Partei-Politik, Innen-Politik
Regionen: International, Nordamerika
Patrick Lawrence beurteilt die US-Zwischenwahlen vom 3. November als besonders stark verzerrt. Im Zentrum seiner Kritik stehen Wahlkampfausgaben, die nach Angaben der Bundeswahlkommission 2,86 Milliarden Dollar betragen, nach Berechnungen der New York Times sogar 3,9 Milliarden Dollar erreichen könnten. Seit einem Urteil des Supreme Court von 2010 seien Beschränkungen der Wahlkampffinanzierung praktisch blockiert. Weiter thematisiert Lawrence das Gerrymandering. Kalifornien, Florida, North Carolina, Ohio, Tennessee und Texas hätten Wahlkreise zugunsten einer Partei neu zugeschnitten; in Alabama, Louisiana und Utah seien Karten nach Gerichtsverfahren verändert worden. Als weitere Beispiele nennt er einen Namensvetter des republikanischen Senators Dan Sullivan in Alaska sowie den Versuch, über Drittparteikandidaten Stimmen abzuziehen. Der Autor kritisiert zudem den Einfluss von AIPAC auf Wahlkämpfe. Er erwartet mögliche demokratische Mehrheiten im Kongress und warnt vor Eingriffen der Trump-Regierung in Wahlabläufe, Anfechtungen und politischem Chaos.