Themen: Innen-Politik
Regionen: International, Europa
Das Präventionsgericht in Turin hat eine Villa mit Pool, Mobiliar und Nebengebäuden im piemontesischen Mango sowie ein Bankkonto im Gesamtwert von über 700'000 Euro eingezogen. Betroffen ist ein Mann, der bereits unter besonderer polizeilicher Aufsicht stand und überwiegend Vorstrafen wegen Vermögensdelikten haben soll. Die Staatsanwaltschaft Asti hatte die Massnahme beantragt. Der am 7. Oktober hinterlegte Entscheid schliesst eine rund dreijährige Vermögensermittlung ab. Die Ermittler werteten Bank-, Gesellschafts-, Steuer- und Justizunterlagen aus. Akten aus einem Schweizer Verfahren sowie anschliessende italienische Ermittlungen sollen geholfen haben, Geldtransfers und Gesellschaftsgeschäfte zur Verschleierung des tatsächlichen Eigentums nachzuzeichnen. Die formell einer Gesellschaft gehörende Villa habe nach Auffassung des Gerichts dem Mann tatsächlich zur Verfügung gestanden. Ausschlaggebend war laut Ermittlungen auch ein Missverhältnis zwischen den deklarierten legalen Einkünften und den für Finanzierung und Renovierung eingesetzten Mitteln. Der Entscheid kann angefochten werden.