Themen: CH-Politik, Bildung, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Der Zürcher Gemeinderat hat eine Motion von Marita Verbali und Thomas Hofstetter (FDP) für ein Betreuungsgutscheinsystem bei der familienergänzenden Kinderbetreuung abgelehnt. Die Vorlage verlangte einen Systemwechsel weg von der Kombination aus Subjekt- und Objektsubventionen. Die FDP argumentierte mit mehr Wahlfreiheit, Flexibilität und gleichen Bedingungen für Eltern und Kitas. Sozialvorsteherin Céline Widmer verteidigte dagegen das bestehende Normkostenmodell als bewährt. Ein neues System könne den Zugang für Haushalte mit tiefen Einkommen verschlechtern und die Steuerung der Elternbeiträge erschweren. SP, Grüne und AL stützten diese Haltung; die GLP wollte den Vorstoss höchstens als Postulat behandeln. Die SP verwies auf Erfahrungen in Bern, wo Betreuungsgutscheine für unterstützungsbedürftige Familien höhere Kosten verursachten. Die Motion wurde nicht umgewandelt und mit 75 gegen 41 Stimmen abgelehnt. Zuvor hatte die AL den Rücktritt von Gemeinderat David Garcia Nuñez angekündigt.