Themen: Demokratie, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Wallis/Graubünden
Die Älplibahn von Malans zum Älpli am Vilan überwindet fast 1200 Höhenmeter und gilt als Beispiel für freiwilliges bürgerschaftliches Engagement. Sie wurde während des Zweiten Weltkriegs gebaut, damit Schweizer Grenztruppen Munition und Verpflegung ins Grenzgebiet transportieren konnten. Das Militär finanzierte den grössten Teil, die Gemeinde Malans beteiligte sich; 1941 nahm die Bahn den Betrieb auf und wurde nach Kriegsende zivil genutzt. Wegen Sanierungsbedarf und fehlender Mittel musste sie 1973 stillgelegt werden. Als Anfang der 1980er Jahre ein Abbruch drohte, gründeten Bürgerinnen und Bürger die Genossenschaft Älplibahn Malans und einen Verein. Sie zeichneten Anteilscheine von über einer halben Million Franken und leisteten bis zur Wiedereröffnung 1982 mehr als 6000 unentgeltliche Arbeitsstunden. Heute zählt die Gemeinschaft rund 1200 Mitglieder. Über 200 Freiwillige arbeiten jährlich im Bergbeizli, während ehemalige Maschinisten die Bahn ehrenamtlich betreiben und dafür Weiterbildungspflichten erfüllen.