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«Ein offener Krieg mit Russland muss verhindert werden»

zgif.ch

Themen: Ukraine Krieg, Krieg&Frieden, Geopolitik

Regionen: International, Russland/Eurasien, Europa

Der frühere Nato-General Harald Kujat warnt vor einer Eskalationsdynamik, die zu einem grossen europäischen Krieg führen könne. Im Interview bestreitet er nicht den russischen Angriff auf die Ukraine, stellt aber die Annahme infrage, Russland wolle Nato-Staaten militärisch angreifen. Den Begriff des hybriden Kriegs hält er vielfach für unpräzise verwendet. Kujat kritisiert die umfangreiche westliche Unterstützung der Ukraine mit Waffen, Aufklärung, Zielinformationen und technischen Systemen, weil sie als unmittelbare Beteiligung an Kampfhandlungen ausgelegt werden könne. Er fordert eine Wiederaufnahme der Diplomatie mit Russland und verweist auf aus seiner Sicht verpasste Gelegenheiten für Friedensverhandlungen. Die Spannungen zwischen Donald Trump und Wolodymyr Selenskyj sowie unterschiedliche Positionen der USA und Europas wertet er als Zeichen eines zerfallenden Konsenses. Europäische Rüstungsprogramme könnten amerikanische Fähigkeiten nicht kurzfristig ersetzen. Verhandlungen seien nötig, um eine militärische Niederlage der Ukraine und eine Ausweitung des Kriegs zu verhindern.

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