Prometheus: Der unabhängige Medienspiegel der Schweiz

Seite wird geladen …

Zum Inhalt springen
Zurück zur Übersicht

Friedensnobelpreis für Navanethem Pillay: «Frieden als Bedingung für den Genuss anderer Menschenrechte»

zgif.ch

Themen: Krieg&Frieden, Geopolitik

Regionen: International, Westasien

Alfred de Zayas begrüsst die Verleihung des Friedensnobelpreises an Navi Pillay als Anerkennung ihres Einsatzes für internationale Rechtsstaatlichkeit, Menschenwürde und friedliche Konfliktlösung. Der frühere Uno-Mandatsträger bezeichnet Pillay, die von 2008 bis 2014 Uno-Hochkommissarin für Menschenrechte war, als kompetente, unabhängige Juristin und ehemalige Richterin. Er würdigt insbesondere ihre Arbeit zu unilateralen Zwangsmassnahmen, zum Menschenrecht auf Frieden sowie zur Prävention von Völkermord und Kriegsverbrechen. Zugleich kritisiert de Zayas frühere Entscheide des Nobelkomitees als politisch motiviert und beanstandet dessen parlamentarische Zusammensetzung. Pillays Tätigkeit als Vorsitzende einer Untersuchungskommission zu Palästina habe Kritik der israelischen Regierung ausgelöst. De Zayas wirft Israel im Gespräch Völkermord in Gaza vor und sieht die USA, Grossbritannien und die EU in Mitverantwortung. Die US-Sanktionen gegen den Internationalen Strafgerichtshof wertet er als Angriff auf Völkerrecht und globale Justiz.

zgif.ch

Zum Originalartikel