Themen: Demokratie, Innen-Politik
Regionen: International, Nordamerika
Donald Trump nutzte das Dinner der White House Correspondents’ Association in Washington für eine einstündige, vielfach persönliche Attacke auf kritische Journalistinnen und Journalisten sowie politische Gegner. Er lobte ihm nahestehende Medienschaffende, bezeichnete andere als «Fake News» und nahm unter anderem CNN-Korrespondentin Kaitlan Collins ins Visier. WHCA-Präsidentin Weijia Wang betonte, Pressekritik sei legitim, die Unterminierung der Presse aber nicht. Sie verwies auf den ersten Verfassungszusatz und verteidigte das Recht der Medien, Fragen zu stellen und kritisch zu berichten. CNN stellte sich hinter seine Journalistinnen und Journalisten und erklärte, die Verfassung schütze ehrlichen Journalismus. Trump würdigte zugleich einen Secret-Service-Agenten, der bei einem früheren Dinner einen mutmasslichen Schützen gestoppt hatte, und erklärte, Auseinandersetzungen müssten mit offenen Debatten statt mit Kugeln geführt werden. Kritiker werteten den Abend dennoch als öffentliche Demütigung der Korrespondentenvereinigung und als erneuten Angriff auf die freie Presse.