Themen: Technologie, Geopolitik
Regionen: International, Europa
Die Europäische Kommission hat im Mai eine Revision der Vergaberegeln für das harmonisierte 2-GHz-Frequenzband vorgeschlagen. Damit sollen europäische Akteure gegenüber dem von Elon Musk geführten Starlink gestärkt werden. Das Band ermöglicht Direct-to-Device-Verbindungen vom Satelliten direkt auf Smartphones, ohne dass Nutzende eine Empfangsantenne benötigen. Ein Drittel der Frequenzen soll für IRIS² reserviert werden, die geplante europäische Satellitenkonstellation für sichere und souveräne Verbindungen der Mitgliedstaaten, insbesondere im militärischen Bereich. Die übrigen zwei Drittel wären für kommerzielle europäische Anbieter vorgesehen. Der Vorschlag fällt in eine Phase, in der die 2008 an die US-Unternehmen Viasat und EchoStar vergebenen Betriebsgenehmigungen für diese Frequenzen im kommenden Mai auslaufen.