Themen: CH-Politik, Umwelt, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Im Herbst wird über die Ernährungsinitiative abgestimmt, die eine nachhaltigere inländische Produktion, mehr pflanzliche Lebensmittel und sauberes Trinkwasser verlangt. Der Bundesrat anerkennt in seiner Botschaft Ziellücken bei Biodiversität, Bodenfruchtbarkeit und Stickstoffverlusten, hält eine Verfassungsänderung aber für nicht zielführend. Der Autor sieht darin einen Widerspruch zu Bundesdaten. Der Brutto-Selbstversorgungsgrad sei von 61 Prozent im Jahr 2002 auf 45 Prozent 2024 gesunken, der Netto-Wert von 56 auf 42 Prozent. Auch das Ziel, den Selbstversorgungsgrad auf dem Mittel der Jahre 2011 bis 2015 zu stabilisieren, sei verfehlt worden. Bei Ammoniak überschreite die Landwirtschaft die zulässigen Emissionen laut Darstellung um 65 Prozent. Nitrat übersteige an jeder sechsten Messstelle den Grenzwert, in Ackerbaugebieten an der Hälfte der Messstellen. Zudem würden an vielen Messstellen TFA-Werte über dem Pestizidgrenzwert festgestellt. Der Autor bezweifelt deshalb die bundesrätliche Bewertung von Versorgung und Trinkwasserqualität.