Themen: CH-Politik, Gesundheit
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Anwohnende und Politikerinnen und Politiker wollen auf der Zürcher Rosengartenstrasse gegen ausbleibende Verkehrsberuhigungen demonstrieren. Auf der stark befahrenen Achse mit bis zu 60’000 Fahrzeugen täglich fordert eine Petition Tempo 30 sowie sicherere Übergänge für Fuss- und Veloverkehr; mehr als 500 Personen haben sie unterzeichnet. Die Stadt Zürich möchte nach dem Nein zum Rosengartentunnel 2020 die Geschwindigkeit senken, doch die Kantonspolizei lehnte dies ab. Ein Rekurs der Stadt beim Regierungsrat ist seit längerem hängig. Zusätzlich ficht die Stadt die Mobilitätsinitiative beim Bundesgericht an, welche dem Kanton bei Kantonsstrassen Kompetenzen für die Tempogestaltung einräumt. Sie sieht ihre Gemeindeautonomie verletzt. Grünen-Gemeinderat Martin Busekros bezeichnet den Konflikt als rechten Verkehrskulturkampf zulasten der Quartierbevölkerung. Stadt und Kanton streiten auch an anderen Orten über Velospuren, Spurabbau und Temporeduktionen. Die Stadt verweist auf Lärm, Abgase und Gesundheitsfolgen, während der Kanton den Verkehrsfluss auf seinen Strassen priorisiert.