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Hockey-Schweiz als Vorbild für Alleingang – Inside Paradeplatz

Inside Paradeplatz
Hockey-Schweiz als Vorbild für Alleingang – Inside Paradeplatz

29.5.2026 Die Fussballer sind Diven. Sie spielen Kasperli in Denner-Western-Video. Dafür hätten die harten Hockeyaner keine Zeit. Sie müssen im Tagestakt Gegner vom Eis peitschen. Gestern die Norweger im Halbfinal. Das führt zum Spiel um Gold gegen Finnland heute Abend in Zürich an der Heim-WM. Weder Covid-Trainer-Affäre noch Stimmungs-Flaute im Vorfeld konnten Projekt „WM-Champion“ etwas anhaben. Die Schweiz at its best. Das passt ins Bild dieses Sports. Die Hockeyaner sind aus einem anderen Holz geschnitzt. Sie fighten eine Stunde lang, geben bei jedem Einsatz 100 Prozent. Nach einem Check heulen wie die Fussballer kommt nicht in Frage. Auf die Zähne beissen, weiterkämpfen, gewinnen. Es wäre die Losung für eine Zehn-Millionen-Schweiz. Diese könnte eintreten. Die Befürworter scheinen täglich mehr Oberwasser zu haben. Chaos und Rezession wären die Folgen, so die Gegner. Sie verweisen auf England nach dem Brexit: Weil die Gastarbeiter aus Polen rausmussten, übernahmen die Pakistani. Jemand musste die Arbeit erledigen – die alten Briten waren sich dafür zu schade. Würde die Schweiz zum zweiten UK? Nicht, wenn sie in die eigenen Hände spuckt. Ob sie die Kraft dafür aufbringt, steht in den Sternen. Dass es möglich ist ist, als kleine Nation Grosses zu vollbringen, beweisen die Hockey-Helden von Zürich. Aber es braucht den Willen, die Disziplin und das Selbstvertrauen. Die Gegner der 10-Millionen-Obergrenze wollen mit Billig-Arbeitskräften die Wirtschaft am Boomen behalten. Sie opfern die Konrtolle über die Schweiz auf dem Altar der monetären Prosperität. Ein Zurück zu Kontingenten und Gastarbeit-Status brächte diese verlorene Kontrolle zurück. Bis es soweit wäre, würde Inflation drohen. Die Billigarbeiter auf dem Bau und in der Gastronomie wären Geschichte, die Preise in diesen beiden zentralen Branchen schössen wegen völlig neuen Lohn-Levels durch die Decke. Alte „Ur-Schweizer“ wären wieder gefragt. Sie haben sich resigniert in Frührente zurückgezogen – mangels Chancen auf dem Jobmarkt. Dort machten sie immer Zweite gegen junge Billig-Ausländer. Der Deal eines 10-Millionen-Deckels wäre also, Kontrolle über die Grenzen gegen Leistungs-Bereitschaft im Inland. Rudi Bindella, der grosse Gastronom, brachte dies kürzlich auf den Punkt. „Wenn die Leute mehr arbeiten, brauchen wir weniger Ausländer“, sagte Bindella im Blick.

insideparadeplatz.ch

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