Themen: CH-Politik, Umwelt, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Bundesrat Albert Rösti empfiehlt Volk und Ständen, die Volksinitiative «Für eine Einschränkung von Feuerwerk» am 29. November abzulehnen. Laute Feuerwerke wie Böller sollen nach dem Begehren verboten werden; Wunderkerzen und Vulkane wären ausgenommen. Für grosse überregionale Anlässe wie den Nationalfeiertag könnten die Kantone Ausnahmen bewilligen, privates Böllern etwa bei Geburtstagen oder Hochzeiten wäre jedoch nicht mehr möglich. Rösti hält ein nationales Verbot für unverhältnismässig: Kantone und Gemeinden könnten den Einsatz bereits heute etwa bei Trockenheit beschränken. Zudem gefährde die Vorlage individuelle Freiheiten und könnte den Markt ins Ausland oder ins Internet verlagern. Eine YouGov-Umfrage vom 7. bis 19. Oktober weist 62 Prozent Zustimmung aus. Befürworter nennen Belastungen für Haus-, Nutz- und Wildtiere, Abfall und jährlich 200 bis 400 Tonnen Feinstaub. Die Suva registriert jährlich 260 pyrotechnische Verletzungen, vor allem Verbrennungen und Hörschäden.