Themen: Klima&Energie, Wirtschaft/Finanzen, Geopolitik
Regionen: Schweiz, Tessin
AIL-Direktionspräsident Angelo Bernasconi sieht das Unternehmen durch geopolitische Instabilität, schwankende Energiepreise und den Umbau des Energiesystems stark gefordert. Mit dem wachsenden Anteil erneuerbarer Produktion würden präzisere Prognosen zu Wetter, Verbrauch und dezentralen Anlagen wichtiger. Dafür will AIL ab dem nächsten Jahr die Gesellschaft Aliantis Energy einsetzen. Bernasconi betont, der Strommarkt sei bereits teilweise liberalisiert: Kunden mit einem Verbrauch von mehr als 100 Megawattstunden könnten ihren Lieferanten frei wählen. AIL beliefere im freien Markt insgesamt 800 Gigawattstunden, davon 400 in der Deutschschweiz. Zur Energiewende verweist er auf einen Biogasanteil von 20 Prozent im Gasangebot, auf alpine Solarprojekte in Duragno und Sedrun sowie auf Wärme- und Kältenetze. Als zentrale Herausforderung der Schweiz nennt er die winterliche Produktionslücke. Nötig sei ein breiter Energiemix mit erneuerbaren Energien und längeren Laufzeiten bestehender Kernkraftwerke.