Themen: Innen-Politik, Migration/Asyl
Regionen: Schweiz, Tessin
Das Tessiner Strafgericht hat einen 41-jährigen Albaner wegen 14 vollendeter und eines versuchten Einbruchs zu 24 Monaten unbedingt vollziehbarer Haft und zehn Jahren Landesverweis verurteilt. Der Mann gestand sämtliche Taten, obwohl seine DNA nur in vier Fällen am Tatort nachgewiesen war. Drei Einbrüche beging er 2016 in Stabio und Ligornetto, zwölf weitere 2025 in Graubünden und St. Gallen, jeweils mit Mittätern. Die Beute belief sich auf knapp 125'000 Franken, die Sachschäden auf über 46'000 Franken. Als Motive nannte er seine Drogensucht sowie Schulden aus Wetten und Drogen. Das Gericht bestätigte die Vorwürfe des banden- und gewerbsmässigen Diebstahls, der Sachbeschädigung und des Hausfriedensbruchs, sprach ihn jedoch vom Verstoss gegen das Waffengesetz frei. Die Verteidigung verlangte wegen seines neugeborenen Kindes, seiner Kooperation und seiner geplanten Olivenölproduktion eine Entlassung. Das Gericht verwies auf Vorstrafen und eine negative Rückfallprognose, berücksichtigte aber erschwerte Haftbedingungen in Griechenland vor der Auslieferung.