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Israels unübersehbare moralische Instanz

Journal21
Israels unübersehbare moralische Instanz

Themen: Demokratie, Krieg&Frieden, Gesellschaft

Regionen: International, Westasien

Die linksliberale israelische Tageszeitung «Haaretz» hat eine Plakatkampagne vor den Parlamentswahlen vom 27. Oktober nach einer rechtlichen Drohung des Likud beendet und nur digital weitergeführt. Die Kampagne betonte die Bedeutung freien, professionellen und glaubwürdigen Journalismus für die Demokratie. Likuds Anwalt wertete sie als Wahlwerbung; «Haaretz» widersprach, da sie keine Wahlempfehlung enthalte. Die Zeitung sieht darin einen weiteren Versuch der Regierung, kritische Medien unter Druck zu setzen. Kolumnist Gideon Levy verteidigt «Haaretz» als zionistisches, zugleich kritisch gegenüber Besatzung, Siedlungspolitik und Justizumbau auftretendes Medium. Seine Kollegin Ilana Hammerman bezeichnet den Krieg Israels in Gaza als Vernichtungskrieg und Genozid; die israelische Armee weist eine absichtliche Tötung von Zivilisten zurück und erklärt, Schäden an Zivilpersonen minimieren zu wollen. Auch nach Inkrafttreten einer Waffenruhe am 10. Oktober 2025 melden palästinensische Stellen weitere Tote, Verletzte und Angriffe. Die Angaben der Konfliktparteien sind unterschiedlich und teils nicht vergleichbar.

Journal21

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