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Junge Tat wird für rassistische und queerfeindliche Aktionen verurteilt

Das Lamm
Junge Tat wird für rassistische und queerfeindliche Aktionen verurteilt

Themen: Innen-Politik, Gleichstellung, Gesellschaft

Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur

Das Bezirksgericht Zürich hat Manuel Corchia und Tobias Lingg, zwei selbst ernannte Anführer der rechtsextremen Jungen Tat, zu je zwölf Monaten bedingter Freiheitsstrafe bei vier Jahren Probezeit verurteilt. Anlass waren rassistische und queerfeindliche Aktionen zwischen 2022 und 2024. Bei der Drag Story Time im Tanzhaus Zürich 2022 wurde die Gruppe vom Vorwurf der Diskriminierung und des Hassaufrufs freigesprochen, aber wegen Nötigung belangt: Der vermummte Auftritt mit Pyros habe Eltern und Kinder verängstigt. Die Strafnorm erfasse sexuelle Orientierung, nicht jedoch Geschlechtsidentität. Für die Störung eines Pride-Gottesdienstes mit einem «NoPrideMonth»-Kreuz wandte das Gericht die Diskriminierungsstrafnorm an. Drei weitere Mitglieder erhielten bedingte Geldstrafen, Selina Dienemann wurde freigesprochen. Die Verfahrenskosten betragen mindestens 65’000 Franken; Berufungen sind möglich.

Das Lamm

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