Themen: KI/Digital, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt, International, Nordamerika
Beat Kappeler beschreibt ein KI-Ökosystem, in dem grosse US-Technologiekonzerne über Kreuz in Chips, Rechenzentren, KI-Entwickler und Kunden investieren. Nvidia, AMD, OpenAI, Anthropic, Google, Microsoft und Amazon stützten sich dabei auf Beteiligungen, Optionen, Lieferverträge und steigende Börsenbewertungen. Kappeler vergleicht dieses Modell mit gegenseitigen Aktienverkäufen, die den Buchwert der übrigen Aktien erhöhen. Laut ihm reichen die Cashflows der Konzerne für die angekündigten Investitionen nicht mehr aus, weshalb sie sich mit grossen Bankdarlehen und Anleihen auch auf europäischen und Schweizer Kapitalmärkten verschuldeten. Versicherungen, Pensionskassen und Banken aus der Schweiz seien damit als Kreditgeber beteiligt. Er nennt geplante oder erwartete Börsengänge von SpaceX, OpenAI und Anthropic als Möglichkeit, Verpflichtungen an neue Aktionäre weiterzugeben. Kappeler bezweifelt die Ertragskraft der Investitionen und warnt, bei sinkendem Vertrauen könnten zirkuläre Bewertungen und Finanzierungen in eine Abwärtsspirale geraten.