Themen: CH-Politik, Ungleichheit, Leben
Regionen: Schweiz, Zentralschweiz
David Roth wirft den bürgerlichen Kräften im Kanton Luzern vor, mit ihrer Politik den Mittelstand und besonders Mietende aus dem Kanton sowie aus der Stadt Luzern zu verdrängen. Nach seiner Darstellung sollen sie Platz für Menschen schaffen, mit denen sich mehr Geld verdienen lasse als mit den bisherigen Luzernerinnen und Luzernern. Im Zentrum seiner Kritik steht ein Gegensatz zwischen Steuererleichterungen für Vermögende und der Werbung um internationale Firmen einerseits sowie der schwierigen Wohnungssuche vieler Einheimischer andererseits. Diese Entwicklung verstärke bei Teilen der Bevölkerung das Gefühl, im eigenen Kanton nicht mehr erste politische Priorität zu geniessen. Roth deutet die politischen Entscheide der Luzerner Bürgerlichen als Ausdruck eines unausgesprochenen Ziels: Die Interessen von Wohlhabenden und wirtschaftlich attraktiven Zuziehenden würden gegenüber jenen des Mittelstands und der aktuell Mietenden bevorzugt.