Themen: CH-Politik, Krieg&Frieden, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Zentralschweiz
SP-Nationalrat David Roth aus Luzern hat eine Interpellation eingereicht, um einen möglichen Weiterverkauf Schweizer F-35-Kampfjets an andere F-35-Partnerländer abzuklären. Hintergrund sind gestiegene Beschaffungskosten: Statt der ursprünglich bestellten 36 F-35A reichen die verfügbaren Mittel nach dem Entscheid des Bundesrats vom März 2026 voraussichtlich nur für rund 30 Maschinen. Die definitive Zahl steht noch aus; spätestens im zweiten Quartal 2027 muss die Schweiz den USA ihre definitive Abnahmemenge mitteilen, damit die Produktionsplätze gesichert bleiben. Roth will wissen, welche rechtlichen Schritte ein sogenannter Third Party Transfer erfordern würde und ob dazu bereits Gespräche mit den USA oder Lockheed Martin geführt wurden. Er fragt zudem nach möglichen Abnehmerstaaten, insbesondere Ländern mit grösserem finanziellem Spielraum und aus seiner Sicht höherem Bedarf wegen der Nähe zu Russland. Auch die Einsatzbereitschaft einer kleineren, wartungsintensiven Schweizer Flotte steht zur Debatte.