Themen: CH-Politik, Innen-Politik, Gesundheit
Regionen: Schweiz, Bern/Freiburg
Die seit 1. Juni 2026 geltende Einschränkung der Dienstbefreiung für diplomierte Rettungssanitäter betrifft auch den Rettungsdienst Oberland Ost im Einzugsgebiet der Spitäler FMI. Von einer Befreiung profitieren grundsätzlich nur noch Personen in leitenden Funktionen; andere Sanitäter können wieder zum Militärdienst aufgeboten werden. Laut Leiter Martin Hofer entspräche dies vier bis fünf Vollzeitstellen. Im Alltag sei ein Ausfall zwar aufzufangen, bei ausserordentlichen Lagen und zusätzlichem Bedarf jedoch spürbar. Der Bund begründet die Änderung mit Unterbeständen im Sanitätsdienst der Armee. Hofer sieht darin einen Widerspruch: Rettungsdienste seien für die Krisenvorsorge vorgesehen, könnten aber zugleich qualifiziertes Personal verlieren. Auch andere Regionen warnen vor Folgen. Im Kanton Jura könnten laut SRF bis zu 50 Prozent des Bestands betroffen sein. Eine parteiübergreifende Motion verlangt die frühere Regelung zurück. Schweizweit könnten 50 bis 75 Vollzeitstellen betroffen sein, während rund 130 Sanitäter fehlen.